Modernisierung und die Kosten: Darum geht’s

Sie möchten umbauen oder modernisieren? Vielleicht möchten Sie den Wert Ihrer Immobilie erhöhen, mit einer neuen Heizung Energie sparen oder Ihr Bad barrierefrei gestalten. Vielleicht möchten Sie mit einer Modernisierung aber auch einfach Ihren Wohnkomfort steigern. In jedem Fall sollten Sie vorab genau berechnen, welche Modernisierungskosten auf Sie zukommen. 

Modernisierungskosten – Was gehört dazu?

Einer der wichtigsten Gründe für die Modernisierung ist heute das Energiesparen. Zur energetischen Modernisierung eines Hauses gehören vor allem Maßnahmen zum Wärmeschutz und die Heizungsmodernisierung. Modernisierungskosten fallen zum Beispiel an, wenn Sie die Fenster Ihrer Immobilie austauschen oder die Außenwände, die Dachflächen oder die Kellerdecke dämmen. Auch der Einbau einer Wärmepumpe oder einer Solar-, Gas- oder Ölbrennwertanlage verursacht entsprechende Kosten. Doch nicht immer geht es bei der Modernisierung um die Energieeinsparung. Häufig ist auch der Wunsch nach mehr Komfort ausschlaggebend. Entsprechend fallen auch Maßnahmen wie die Erneuerung der Elektroinstallation, der Austausch des Bodenbelags sowie der Einbau eines neuen Bades und der Anbau eines Balkons unter Modernisierungskosten.

Lassen sich Modernisierungskosten steuerlich absetzen?

Eigentümer, die ihre Immobilie selbst nutzen, dürfen jährlich 20 Prozent, höchstens aber 1.200 Euro an Modernisierungskosten absetzen. Voraussetzung dafür ist, dass der Eigentümer einen Handwerker mit der Modernisierung beauftragt. Absetzungsfähig ist allerdings nur der reine Arbeitslohn, Materialkosten können hingegen nicht geltend gemacht werden. Für das Finanzamt wird deshalb eine Rechnung benötigt, die Lohn- und Materialkosten getrennt ausweist. Vermieter können Modernisierungskosten in ihrer Steuererklärung als Werbungskosten ansetzen. Sind bestimmte Voraussetzungen erfüllt, ist auch eine Mieterhöhung nach der Modernisierung möglich.