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Mittwoch, 20. Dezember 2017

Studie: Deutsche setzen bei der Baufinanzierung weiter auf Sicherheit

Baufinanzierer in Deutschland legen auch in der aktuellen Niedrigzinsphase großen Wert auf Sicherheit. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Erhebung des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) unter seinen Mitgliedsinstituten.

Für seine Studie zum Finanzierungsverhalten von Bauherrn hat der vdp etwa 1.600 Darlehensverträge analysiert, die im ersten Halbjahr 2017 bei 15 Hypothekenbanken abgeschlossen wurden. Laut vdp sind die Preise für ̈Wohnimmobilien in den letzten Jahren deutlich stärker gestiegen als die Einkommen der Privathaushalte. Danach war im Jahr 2015 das 6,1-fache des Jahresnettoeinkommens für den Eigenheimerwerb erforderlich.

Im Jahr 2017 musste schon das 6,3-fache aufgebracht werden. Trotz des erhöhten Kreditbedarfs ist der Wunsch, das Darlehen möglichst schnell zurückzuzahlen, bei den Bauherren größer denn je. Entsprechend ist die durchschnittliche Anfangstilgung in den vergangenen Jahren kontinuierlich in die Höhe gegangen und liegt laut Studie aktuell bei 3,23 Prozent der Darlehenssumme. Im Jahr 2015 lag die Anfangstilgung noch bei 3,06 Prozent.

Gleichzeitig möchten sich Bauherren die aktuell besonders niedrigen Zinsen möglichst lange sichern. Immer mehr Käufer von Eigenheimen und Eigentumswohnungen wählen deshalb eine lange Zinsbindungsfrist: Der Anteil der Darlehen mit einer mehr als zehnjährigen Zinsbindungsfrist ist auf 64 Prozent gestiegen. Im Jahr 2015 lag er noch bei 47 Prozent. vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt fasst die Ergebnisse so zusammen: „Die Finanzierung von Wohneigentum in Deutschland ist seit jeher konservativ geprägt. Dies hat erfreulicherweise auch im aktuellen Niedrigzinsumfeld Bestand. Den Deutschen ist bewusst, dass Rahmenbedingungen sich ändern können und sie setzen weiter auf Planungssicherheit sowie eine schnelle Entschuldung der Immobilie.“

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