Fertighäuser - Das sollten Sie wissen!

Wer ein Fertighaus bauen möchte, kann heute aus einem vielfältigen Angebot an unterschiedlichen Varianten und Stilrichtungen wählen. Fertighäuser erhalten Sie sogar in ökologischer Bauweise. Hier erfahren Sie alles Wichtige über diese bei Bauherren beliebte Form des Eigenheims.

Was zeichnet Fertighäuser aus?

Fertighäuser haben einen entscheidenden Vorteil: Bei Baubeginn ist der Einzugstermin schon zum Greifen nah. Ein Fertighaus besteht nämlich überwiegend aus vorgefertigten Elementen, die auf der Baustelle lediglich zusammengefügt werden. Fertighäuser sind in der Regel schon in zwei bis drei Monaten termingerecht montiert und ausgebaut. Das spart viel Zeit und Geld. Wissen sollten Sie, dass Sie als Käufer eines Fertighauses auch der Bauherr sind – obwohl Sie die Arbeiten nicht selbst ausführen. Anders als beim Erwerb und Bau eines Bauträgerhauses tragen Sie also die Verantwortung. 

Welche Leistungsoptionen gibt es bei Fertighäusern?

 

Fertighäuser unterscheiden sich hinsichtlich der Eigenleistungen, die der Bauherr übernehmen muss bzw. kann. Es gibt unter anderem Bausatz- und Ausbauhäuser sowie schlüsselfertige Häuser. Je mehr Eigenleistungen Sie erbringen, desto niedriger fallen in der Regel die Baukosten aus. 

Was ist ein Bausatzhaus?

Bei einem Bausatzhaus übernimmt der Fertighausanbieter die Planung, die Bauleitung und -betreuung sowie die Lieferung der vorgefertigten Elemente und Materialien zur Baustelle – für den Aufbau sind Sie als Bauherr selbst verantwortlich. Auf diese Weise lassen sich die Baukosten für Fertighäuser erheblich reduzieren. 

Was ist ein Ausbauhaus?

Beim Ausbauhaus können Sie die Gestaltung der Innenräume selbst übernehmen. Dabei können Sie wählen, welche Leistungen Sie selbst erbringen möchten. Das kann zum Beispiel die Elektroinstallation oder das Verlegen der Fußböden sein. Die Auswahl der Eigenleistungen sollten Sie aber unbedingt mit Blick auf Ihre handwerklichen Fähigkeiten treffen.

Was bedeutet „schlüsselfertig“?

Bei einem schlüsselfertigen Haus übertragen Sie alle Arbeiten an das Bauunternehmen. Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass Sie auch tatsächlich gleich einziehen können. Der Begriff „schlüsselfertig“ ist baurechtlich nämlich nicht eindeutig definiert. So kann jeder Anbieter selbst entscheiden, welche Leistungen sein Angebot umfasst und welche Leistungen der Käufer separat hinzubestellen muss. Die Angebote für Fertighäuser sollten Sie also in jedem Fall eingehend prüfen und vergleichen. 

Für welche Bautechnik sollte ich mich wann entscheiden?

Für welche Bautechnik Sie sich auch entscheiden – jede bietet auf ihre Art Vorteile. Um die für Sie persönlich beste Variante zu finden, sollten Sie sich zunächst folgende Fragen stellen: Welches Budget steht mir zur Verfügung? Wie viele Zeit kann und möchte ich für die Eigenleistungen aufbringen? Und welche handwerklichen Fähigkeiten bringe ich mit? Beantworten Sie die Fragen so realistisch wie möglich. 

Was muss ich bei der Ausstattung eines Fertighauses beachten?

Die Ausstattungsdetails eines Fertighauses legen Sie am Tag der Bemusterung fest. Bereiten Sie sich in aller Ruhe darauf vor. Entscheiden Sie möglichst schon vorab, welche Variante zum Beispiel der Fenster, Türen oder Armaturen Sie für Ihr Haus möchten. Dabei sollten Sie Ihr Budget gut im Blick haben. Entscheiden Sie sich für Ausstattungselemente, die über den Standard hinausgehen, kommen meist erhebliche Mehrkosten auf Sie zu. Unser Tipp: Wenn Sie die Bemusterung schon vor Abschluss des Vertrags mit dem Fertighausanbieter durchführen, sind Sie in einer besseren Verhandlungsposition.

Vorteile eines Fertighauses

  • kurze Bauzeit
  • schnell bezugsfertig
  • Eigenleistungen sind möglich
  • viele Varianten und Anbieter

Nachteile

  • Sonderwünsche sind meist mit hohen Kosten verbunden 
  • in der Regel gibt es nur einen einzigen Bemusterungstermin
  • geringere Werthaltigkeit bzw. Lebensdauer der Immobilie bei Fertighaus in Leichtbauweise