Energiesparhäuser – Darum geht’s!

 

Energiesparhäuser werden immer beliebter. Kein Wunder: Sie schonen nicht nur die Umwelt, sondern angesichts steigender Energiepreise auch das eigene Portemonnaie. Moderne Energiesparhäuser sind zwar in der Anschaffung meist teurer, die Mehrausgaben lassen sich durch die eingesparten Energiekosten in der Regel aber schnell wieder ausgleichen. Außerdem können Bauherren mit Förderleistungen der KfW-Bank rechnen.

Was ist ein Energiesparhaus?

Der Begriff Energiesparhaus ist mit keiner bestimmten Bauform verbunden. Grundsätzlich umfasst er verschiedene Gebäudetypen, die deutlich weniger Energie verbrauchen als konventionell gebaute Häuser. Dank effizienter Technik und moderner Dämmung erzielen Energiesparhäuser sogar bessere Werte, als der Gesetzgeber verlangt. Ausschlaggebend für die Berechnung der energetischen Qualität eines Energiesparhauses sind der Heizwärmebedarf, der Primärenergiebedarf und der Transmissionswärmeverlust. Die Höchstwerte dafür sind in der Energieeinsparverordnung (EnEV) festgelegt. Für den Neubau gibt die EnEV heute strenge Regeln vor. 

Welche Haustypen werden als Energiesparhäuser bezeichnet?

Es gibt viele unterschiedliche Haustypen, die als Energiesparhaus einzuordnen sind. Dazu zählen das Niedrigenergie- und das Drei-Liter-Haus ebenso wie das Passivhaus, das Nullenergiehaus und die KfW-Effizienzhäuser. Für jeden Haustyp und die zu erzielende Energiebilanz macht die EnEV bestimmte Vorgaben. Insbesondere das Passivhaus, das Nullenergiehaus und das Plusenergiehaus gehen noch über diese Anforderungen hinaus.

Was ist ein Niedrigenergiehaus?

Der Begriff Niedrigenergiehaus stammt noch aus der ersten Fassung der EnEV aus dem Jahr 2002. Heute ist das Niedrigenergiehaus zum Standard geworden. Die Anforderungen sind: 

- hohe Winddichtigkeit

- verglaste Flächen zur solaren Energiegewinnung 

- Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung 

- Heizwärmebedarf von 40 bis 60 kWh/m2 pro Jahr

Was ist ein Drei-Liter-Haus?

Das Drei-Liter-Haus muss grundsätzlich die Vorgaben des Niedrigenergiehauses erfüllen. Darüber hinaus: Es darf jährlich nur maximal so viel Primärenergie pro Quadratmeter verbrauchen, wie in drei Litern Heizöl enthalten sind: etwa 30 kWh/m2.

Was ist ein Passivhaus?

Das Passivhaus muss ebenfalls die Vorgaben des Niedrigenergiehauses erfüllen. Außerdem gilt: Heizwärmebedarf von 15 kWh/m2 pro Jahr, besserer Wärmeschutz als beim Niedrigenergiehaus, hochdämmende Verglasung und Fensterrahmen, Warmwasserbereitung durch thermische Solaranlage.

Was ist ein Nullenergiehaus?

Das Nullenergiehaus kommt ohne die Energiezufuhr von außen aus. Die erforderliche Energie wird über Solarsysteme oder zum Beispiel über die Abwärme von Menschen und Geräten produziert. Wärmeverluste werden nach neuesten technischen Verfahren minimiert. 

Was sind KfW-Effizienzhäuser?

Die Vorgaben für KfW-Effizienzhäuser gehen meist deutlich über die Vorgaben der EnEV hinaus. Das höchst anspruchsvolle KfW-Effizienzhaus 40 verbraucht zum Beispiel nur 40 Prozent der Energie, die ein vergleichbarer Neubau nach der EnEV verbrauchen darf. Den Neubau von Wohnhäusern fördert die KfW mit den KfW-Effizienzhaus-Standards 40, 55 und 70. Für Bestandsgebäude sind die Anforderungen niedriger.

Mit welchen Kosten muss ich bei Energiesparhäusern rechnen?

Auf die Frage nach den Kosten für ein Energiesparhaus lässt sich keine pauschale Antwort geben. Denn diese hängen zum Beispiel von der Hausgröße, den eingesetzten Baumaterialien und der Ausstattung des Hauses ab. Da Energiesparhäuser auch in unterschiedlichen Ausbaustufen angeboten werden, können auch die Eigenleistungen deutliche Auswirkungen auf den Preis haben. Ebenso spielt es eine Rolle, ob das Energiesparhaus als Massiv- oder Fertighaus realisiert wird. Um einen guten Eindruck von der Preislage zu bekommen, sollten Sie sich die unterschiedlichen Haustypen einmal genau anschauen und dann vergleichen. Vergleichen Sie vor allem die Baubeschreibungen, denn darin müssen alle Leistungen aufgeführt sein.