Architektenhäuser - Das sollten Sie wissen!

Architektenhäuser sind individuell planbar und müssen dennoch kein Vermögen kosten. Sie können Ihre ganz persönlichen Wüsche einbringen und gleichzeitig zum Beispiel mit Eigenleistungen die Baukosten deutlich reduzieren.

Was zeichnet Architektenhäuser aus?

Architektenhäuser haben viele Vorteile: Sie können Ihre eigenen vier Wände genau so realisieren, wie Sie es sich immer erträumt haben. Der Architekt übernimmt den Entwurf, vergibt in Abstimmung mit Ihnen die Aufträge an ausführende Unternehmen und überwacht den Baufortschritt. Jeder Architekt vertritt seinen eigenen Stil. Schauen Sie sich deshalb verschiedene realisierte Architektenhäuser einfach einmal an.

Was sollte ich bei Architektenhäusern über das Honorar wissen?

Die Frage des Honorars sollten Sie bei Architektenhäusern vor der Vergabe des Auftrags klären. Ein Baustein für die Berechnung ist die „Verordnung über die Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen“ (HOAI). Die Verordnung unterscheidet zwischen Grundleistungen und besonderen Leistungen. Für Ihre persönlichen Gesamtkosten sind die Grundleistungen entscheidend. Einfluss nehmen außerdem die in der HOAI bezifferten sogenannten Honorarzonen.

Grundleistungen 

Die Grundleistungen unterteilt die HOAI in sieben Leistungsphasen. Jede Leistungsphase macht einen bestimmten Prozentsatz an den Gesamtkosten aus. Die einzelnen Prozentsätze sind: 

  • 2 % für die Grundlagenermittlung (Leistungsphase 1)
  • 7 % für die Vorplanung (Leistungsphase 2)
  • 15 % für die Entwurfsplanung (Leistungsphase 3)
  • 3 % für die Genehmigungsplanung (Leistungsphase 4)
  • 25 % für die Ausführungsplanung (Leistungsphase 5)
  • 10 % für die Vorbereitung der Vergabe (Leistungsphase 6) 
  • 4 % für die Mitwirkung bei der Vergabe (Leistungsphase 7)
  • 32 % für die Objektüberwachung (Bauüberwachung und Dokumentation) (Leistungsphase 8)
  • 2 % für die Objektbetreuung (Leistungsphase 9)

 

Aus dem Leistungsangebot des Architekten können Sie auch nur einzelne Leistungen in Anspruch nehmen. Dann reduzieren sich Ihre Gesamtkosten. Beauftragen Sie den Architekten mit Zusatzleistungen, wird es entsprechend teurer.

Was bedeuten die Honorarzonen?

 

Die Anforderungen an den Architekten können in jeder Leistungsphase von Projekt zu Projekt variieren. Die HOAI hat das Spektrum von „sehr gering“ bis „sehr hoch“ klassifiziert. Entsprechend gelten unterschiedliche Honorarzonen bzw. Mindest- und Höchstsätze. Die Honorarzone beeinflusst beim Bau von Architektenhäusern somit die Gesamtkosten. Grundsätzlich gilt bei der Vergütung der Mindestsatz – es sei denn, es wurde ein anderer Satz vereinbart.

Durch welche Maßnahmen kann ich bei Architektenhäusern Kosten sparen?

Schon bei der Planung von Architektenhäusern lassen sich die Weichen für kostengünstiges Bauen stellen. Wer individuell bauen und dabei Kosten sparen möchte, hält zum Beispiel die Hausfläche eher klein: Besonders günstige Häuser haben meist bis zu 120 m2 Wohnfläche. Auch wer zum Beispiel auf Erker, Balkone oder Keller verzichten kann, spart beim Hausbau leicht mehrere Tausend Euro. Durch Eigenleistungen können die Kosten ebenfalls deutlich reduziert werden. Wer selbst Hand anlegen möchte, sollte jedoch zunächst seine handwerklichen Fähigkeiten und auch sein Zeitbudget realistisch einschätzen. Alle Eigenleistungen werden vor Vertragsabschluss genau aufgelistet und später in den Bauablaufplan aufgenommen, um Bauzeitverzögerungen zu vermeiden.

Vorteile eines Architektenhauses

  • das Haus ist individuell planbar
  • fachkundige Baubegleitung und Überwachung des Baufortschritts durch den Architekten
  • hoher Wiederverkaufswert
  • gute Wertanlage

Nachteile

  • längere Bauzeit
  • höhere Baukosten
  • höherer Koordination- und Abstimmungsaufwand