Energiesparverordnung - Das ist wichtig!

Wer Wohneigentum erwerben möchte und dafür einen Kredit benötigt, sollte sich auch mit den Vorgaben der Energiesparverordnung (EnEV) auskennen. Erfahren Sie hier, was es mit der EnEV auf sich hat und wie sich die Anforderungen an die Energieeffizienz Ihres Wunschobjekts auf Ihre Darlehenskosten auswirken.

Was ist die Energiesparverordnung (EnEV)?

Die Energieeinsparverordnung ist ein wichtiger Bestandteil der Energie- und Klimaschutzpolitik der Bundesregierung. Sie regelt vor allem die technischen Anforderungen an Neubauten und bei der Altbausanierung. In Kraft getreten ist die Energieeinsparverordnung am 1. Februar 2002. Damit hat sie die bis dahin geltende Wärmeschutz-Verordnung sowie die Heizungsanlagen-Verordnung abgelöst. Die EnEV basiert auf energiepolitischen Zielvorgaben und gilt für fast alle Gebäude, die beheizt oder klimatisiert werden. Neben der Energieeffizienz der Anlagentechnik (Heizung, Lüftung, Kühlung, Beleuchtung) steht vor allem der bauliche Wärmeschutz der Gebäudehülle im Mittelpunkt. Die derzeitige Fassung der Energieeinsparverordnung gilt seit dem 1. Mai 2014. Seitdem enthält der zwingend vorgeschriebene Energieausweis auch die Energieeffizienzklasse eines Hauses.

Warum ist die Energiesparverordnung für mich als Bauherr heute besonders wichtig?

Am 1. Januar 2016 ist eine neue Stufe der Energieeinsparverordnung in Kraft getreten. Formal gilt zwar weiterhin die EnEV 2014, für Neubauten haben sich die energetischen Anforderungen allerdings deutlich verschärft. So wurden die Anforderungen an den Primärenergiebedarf um 25 Prozent angehoben. Auch die Wärmedämmung des Neubaus muss um 20 Prozent effizienter sein. Bauherren sollten deshalb bei der Planung ihres Bauprojekts vor allem auf eine bessere Dämmung der Gebäudehülle sowie auf eine effizientere Heizungs-, Warmwasser- und Lüftungstechnik achten. Die Kosten für die Umsetzung dieser Maßnahmen sollten Sie im Blick haben und bei der Finanzierung berücksichtigen.