Auszahlung des Immobiliendarlehens

Bei der Auszahlung von Immobiliendarlehen gibt es Unterschiede:

Kaufen Sie eine Bestandsimmobilie oder einen Neubau stellt Ihnen die Bank die Finanzierungssumme auf einen Schlag zur Verfügung. Anders beim Bauvorhaben: Hier richtet sich die Auszahlung nach dem Baufortschritt. 

Sie kaufen – die Bank finanziert komplett

Ausschlaggebend für die Auszahlung beim Immobilienkauf sind die Fälligkeit des Kaufpreises sowie der Eintrag der Grundschuld ins Grundbuch. So wird die Darlehenssumme erst ausgezahlt, wenn der Grundbucheintrag erfolgt ist und der Notar den Käufer schriftlich darauf hingewiesen hat, dass der Kaufpreis innerhalb der kommenden zwei Wochen zu begleichen ist.

Sie bauen – die Bank finanziert in Teilbeträgen

Bauen Sie, bekommen Sie Ihr Darlehen nicht auf einmal ausgezahlt, sondern in Teilbeträgen. Diese richten sich nach dem Baufortschritt bzw. den jeweils erbrachten Bauleistungen. Gesetzlich geregelt ist diese Vorgehensweise in der Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV). Danach sind zum Beispiel 30 Prozent des Kaufpreises nach Beginn der Erdarbeiten und 28 Prozent nach Fertigstellung des Rohbaus einschließlich Zimmererarbeiten auszuzahlen.

Neben dem Grundbucheintrag müssen die einzelnen Bauleistungen dokumentiert und beim entsprechenden Kreditinstitut nachgewiesen werden. Nur dann können die Darlehensteilbeträge ausgezahlt werden. Wird ein Betrag nicht angefordert, kann die Bank Bereitstellungszinsen verlangen.