Haus bauen oder kaufen? - Was passt wann?

Die Zinsen für Baukredite sind aktuell besonders günstig. Wer in die eigenen vier Wände investieren möchte, trifft heute also auf beste Voraussetzungen. Stimmen muss allerdings nicht allein die Finanzierung. Ebenso will gut überlegt sein, ob Sie Ihr Haus lieber selbst bauen oder eine gebrauchte Immobilie kaufen. 

Entscheidung treffen – Bauen oder kaufen?

Auf Ihrem Weg zum Eigenheim haben Sie die Wahl: Sie können zum Beispiel gemeinsam mit einem Architekten ein neues Haus bauen oder aber eine Immobilie aus zweiter Hand kaufen. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile, die es sorgfältig gegeneinander abzuwägen gilt. Bei der Frage „Bauen oder kaufen?“ sollten Sie vor allem Ihre persönlichen Wünsche, Ihre Lebensplanung und Ihren Finanzierungsrahmen berücksichtigen: Wie wichtig ist es Ihnen, dass Bauweise und Ausstattung nach Ihren individuellen Vorstellungen erfolgen? Wie flexibel sind Sie, um sich auf die Gegebenheiten einer gebrauchten Immobilie einzustellen? Haben Sie eine Vorliebe für einen der unterschiedlichen Haustypen? Wie wichtig sind für Sie die Lage der Immobilie und die Grundstücksgröße? Und welche finanziellen Mittel stehen Ihnen zur Verfügung? Gehen Sie diese unterschiedlichen Aspekte einfach mal der Reihe nach und in Ruhe durch. Ihrer Entscheidung kommen Sie auf diese Weise Schritt für Schritt näher.

Welche Grundvoraussetzungen sollten erfüllt sein, wenn ich ein Haus kaufen oder bauen möchte?

Die Grundvoraussetzung für den Erwerb einer Immobilie ist eine gut geplante, solide Finanzierung – unabhängig davon, ob Sie ein Haus bauen oder kaufen. In jedem Fall sollte Ihre Finanzierung optimal auf Ihr Einkommen, Ihr Alter und Ihr vorhandenes Eigenkapital abgestimmt sein. Je mehr Eigenkapital Sie beim Kauf oder Bau einer Immobilie zur Verfügung haben, desto besser. Sinnvoll ist ein Anteil von mindestens 20 Prozent. Bringen Sie weniger Eigenkapital ein, müssen Sie einen höheren Kredit aufnehmen und somit einen höheren Zinssatz zahlen. Egal, ob Sie ein Haus kaufen oder bauen – denken Sie bei der Finanzierungsplanung auch an staatliche Fördermittel. Profitieren können Sie zum Beispiel von günstigen Krediten und Zuschüssen der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Haus kaufen oder bauen? Welche Vor- und Nachteile gibt es?

Wenn Sie ein Haus aus zweiter Hand kaufen möchten, haben Sie einen besonderen Vorteil: Sie können die Immobilie besichtigen und zu einem festen Termin einziehen. Wer sein Haus selbst baut, kann sich dagegen von Anfang an persönlich in die Ausführung und Gestaltung seiner Immobilie einbringen. Besonders groß ist die Gestaltungsfreiheit beim Architektenhaus. Von der Bauweise über die Aufteilung der Räume bis hin zur Innenausstattung – gemeinsam mit dem Architekten können Sie hier alle Ihre individuellen Ideen und Wünsche realisieren. Gleichzeitig haben Sie die Möglichkeit, mit Eigenleistungen die Baukosten zu reduzieren. Auch Fertighäuser und Häuser vom Bauträger bieten heute diese Optionen – wenn auch deutlich eingeschränkt. Sonderwünsche haben meist einen hohen Aufpreis zur Folge. Wer sich für einen Neubau entscheidet, sollte bedenken, dass sich freie Grundstücke meist außerhalb der Zentren befinden. Häuser aus zweiter Hand, insbesondere Altbauten, liegen eher zentral und kosten meist weniger in der Anschaffung. Allerdings sind oft größere Investitionen in ihre energetische Sanierung und Modernisierung erforderlich. Neubauten entsprechen hingegen den aktuellen Vorgaben zur Energieeffizienz – ein zunehmend wichtigeres Kriterium bei der Frage, ob ein gebrauchtes Haus gekauft oder ein neues gebaut werden soll.